13.06.2008, 08:35
Endlich beginnen die europäischen Staaten ihr Rechtssystem gegen die Verstümmelungen kleiner Mädchen zu nützen.
Das kleinste europäische Land, die Schweiz, zeigt vor, wie Europa auf FGM reagieren könnte: Erstmals wurde eine Frau zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie ihre Halbschwester im Heimatland Somalien nicht vor FGM beschützt hatte. Auf schwere Körperverletzung konnte nicht geklagt werden, weil FGM in meiner Heimat noch immer nicht verboten ist. Die Frau wurde wegen Unterlassung der Aufsichtspflicht verurteilt.
Auch ein zweites Urteil steht noch im Sommer diesen Jahres in Zürich an, diesmal geht es um eine Genitalverstümmelung die in der Schweiz durchgeführt wurde.
Die aus Somalia stammen den Eltern hatten ihre damals zweijährige Tochter im Schweizer Oberland verstümmeln lassen. Jetzt müssen sie sich vor Gericht verantworten. Die Signalwirkung an die FGM-Befürworter ist eindeutig: Die Schweiz schützt alle Kinder, die hier leben. Hoffentlich kann man das bald auch über die europäische Union sagen.



