Afrika – Mehr und mehr afrikanische Länder haben FGM mittlerweile gesetzlich verboten. Diese sehr positive Entwicklung bringt jedoch auch neue, erschreckende Wege mit sich, dieses Verbot zu umgehen. Eine Studie von UNIFEM zeigt, dass eine steigende Anzahl von Eltern ihre Töchter im umliegenden Ausland beschneiden lassen, um einer Bestrafung zu entgehen. Dieser Taktik ist aufgrund der Sensibilität von Grenz- und Souveranitätsfragen in Afrika nur sehr schwer beizukommen.
Noch schwerwiegender ist eine Entwicklung, die die Regierung von Burkina Faso seit einigen Jahren beobachtet. Seit dem gesetzliche Verbot von FGM ist die Anzahl Neugeborener, die in der Folge von Genitalverstümmelung in ein Krankenhaus eingeliefert wurden, deutlich gestiegen. Die Regierung von Burkina Faso, wo die Häufigkeit von FGM in den letzten Jahren von 77 auf 50 % der weiblichen Bevölkerung gesunken ist, arbeitet nun an einem Aufklärungsprogramm.
Quelle: IRIN news



