Die Organisation Human Rights Watch veröffentlichte gestern einen detaillierten Bericht zur Verbreitung von weiblicher Genitalverstümmelung in den kurdischen Regionen des Irak. Zwar gibt es keine offiziellen Zahlen, aber Studien schätzen, dass zwischen 40 und 80 Prozent der kurdischen Frauen im Irak Opfer von weiblicher Genitalverstümmelung sind.
Der Bericht enthält detaillierte Interviews mit betroffenen Frauen und Mädchen, in denen die Grausamkeit und die körperlichen und psychischen Schmerzen von FGM beschrieben werden.
Die lokale Regierung verwies auf ein Verbot von FGM im Irak. Human Rights Watch konnte jedoch keine Anzeichen dafür erkennen, dass dieses Verbot auch umgesetzt wird.
“Wir bekommen regelmäßig Emails von irakischen Frauen die Opfer von FGM sind oder von Personen die uns informieren, dass FGM in ihren Kommunen praktiziert wird. Es ist sehr wichtig dieses Problem an die Öffentlichkeit zu bringen und die lokalen Behörden so unter Druck zu setzen”, sagt Waris Dirie
Quelle: CNN



