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Diskussion um kriminelle Einwanderer in Frankreich schließt nun auch FGM mit ein

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat mit seinen Aussagen zu jungen Kriminellen mit Migrationshintergrund für Aufsehen gesorgt. Er drohte, in Fällen von Gewalt gegen Polizisten oder Beamte mit dem Entzug der französischen Staatsbürgerschaft. Der französische Innenminister Brice Hortefeux brachte nun auch weibliche Genitalverstümmelung in die Diskussion ein. Er forderte, auch im Falle von Verbrechen, die eine Unwilligkeit zur Integration demonstrieren (wie Polygamie und weibliche Genitalverstümmelung) die französische Staatsbürgerschaft zu entziehen.

„Jemandem mit dem Entzug der Staatsbürgerschaft zu drohen ist sicher keine Antwort auf dieses Problem. Per Definition sollten alle Bürger eines Staates vor dem Gesetz gleich sein, und Menschen mit Migrationshintergrund mit einer solchen Strafe zu bedrohen ist rassistisch“, sagt Waris Dirie. „Strenge Gesetze gegen FGM sind sehr wichtig, und noch wichtiger ist es, dass diese Gesetze auch durchgesetzt werden. Aber FGM sollte niemals instrumentalisiert werden um Immigranten zu stigmatisieren. Ich unterstütze harte Strafen gegen die, die FGM praktizieren, aber dies ist nicht der richtige Weg“.

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