Kairo: Nach der tödlichen Beschneidung einer 13-Jährigen wurde eine ägyptische Ärztin festgenommen und soll nun vor Gericht gestellt werden.
Ein 13-jähriges Mädchen aus der Region Menufiya war in Folge ihrer Verstümmelung durch die Ärztin verblutet. Die Eltern des Mädchens hatten sie daraufhin heimlich beerdigt, um den Todesfall zu vertuschen.
Laut der Kairoer Tageszeitung “Al Shurouq” wurde der Fall durch eine andere Ärztin dem Familienministerium gemeldet, das daraufhin die Staatsanwaltschaft einschaltete.
In Ägypten ist FGM seit 2008 verboten. Das Gesetz sieht Gefängnisstrafen von bis zu 2 Jahren für die Durchführung einer Verstümmelung vor. Im Falle des Todes des Opfers kann die Person, die die Verstümmelung durchgeführt hat, jedoch auch wegen Todschlags verurteilt werden.
Ein Regierungsbericht von 2005 besagt, dass 90 % der Frauen in Ägypten genital verstümmelt sind. Trotz des gesetzlichen Verbots ist es sehr schwer, die Praxis auszurotten.



