„Danke für Eure Unterstützung!“

Waris & Safa

„Wir retten 1 Million Mädchen vor FGM!“

Waris Dirie, Desert Flower Foundation

Das neue Buch „Safa: Die Rettung der kleinen Wüstenblume“

Safa

„Ich habe einen Traum. GEMEINSAM STOPPEN WIR FGM!“

Waris Dirie

Freudentränen über die Rettung ihrer Enkelin

Martha Dumbuya, Sierra Leone

Safa trifft die Soulsängerin Joss Stone

Desert Flower Foundation, Djibouti

300 kleine Wüstenblumen suchen derzeit einen Paten/Patin

Unsere kleinen Wüstenblumen aus Sierra Leone

32 Mädchen vor FGM gerettet

Desert Flower Center, Sierra Leone

„Gemeinsam sind wir stark!“

Safa und Inab, Djibouti

„Ich werde unter keinen Umständen zulassen, dass sie irgendwann beschnitten wird!“

Safa und ihre neugeborene Schwester Khadija

Was ist FGM?

Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, kurz FGM) ist ein destruktiver Eingriff, bei dem die weiblichen Geschlechtsteile teilweise oder ganz entfernt oder Mehr

verletzt werden. Die Beschneidung hat keinen medizinischen Hintergrund, sondern einen kulturellen. Sie ist in den praktizierenden Gemeinschaften eine notwendige Voraussetzung für eine Heirat. Die Verstümmelung findet meist vor der Pubertät statt, häufig bei Mädchen zwischen vier und acht Jahren, inzwischen auch vermehrt bei Säuglingen, die erst wenige Tage, Wochen oder Monate alt sind. Es gibt unterschiedliche Beschneidungstypen.

Bei Bescheidungstyp drei z.B. werden Klitoris und Schamlippen ohne Betäubung herausgeschnitten. Hierzu werden die unterschiedlichsten scharfen Gegenstände verwendet, wie Messer, Scheren, Rasierklingen. Sie werden meist nicht desinfiziert. Danach werden die Schamlippenstümpfe zusammengenäht. Es bleibt ein streichholzgroßes Loch zum Urinieren. Und lebenslange seelische und körperliche Schmerzen.

In der Regel sind es „professionelle“ Beschneiderinnen, die den Eingriff vornehmen. Sie haben keine medizinische Ausbildung, sind aber sozial sehr angesehen. FGM wird auch von traditionellen Geburtshelferinnen oder Hebammen, seltener von Heilern, Barbieren oder in westlicher Medizin ausgebildeten Schwestern oder Ärzten durchgeführt. Der Eingriff erfolgt in der Regel ohne Betäubung und unter katastrophalen hygienischen Bedingungen.

Weibliche Genitalverstümmelung kommt vor allem in Afrika vor, besonders in Nordost-, Ost- und Westafrika. Es gibt sie aber auch im Nahen Osten, in Südostasien – und unter Einwanderern in Europa, den USA, Kanada, Australien und in Neuseeland. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind mindestens 150 Millionen Frauen weltweit davon betroffen. Jährlich werden drei Millionen weitere Mädchen Opfer der Verstümmelung. In Europa leben 500 000 verstümmelte oder von FGM bedrohte Mädchen und Frauen.

Weibliche Genitalverstümmelung hat gravierende gesundheitliche (physische und psychische!) Auswirkungen. Unmittelbar nach dem Eingriff kann es zu schweren Blutungen, Entzündungen, Tetanus, Blasenlähmung oder Blutvergiftung kommen – Folgen, die nicht selten tödlich enden. Auch HIV/AIDS kann über nicht gereinigte Instrumente übertragen werden.

Neben dem psychischen Trauma, das der Eingriff hinterlässt, und dem Verlust sexueller Empfindung, klagen die Opfer langfristig oft über Schmerzen beim Urinieren und während der Menstruation. Das Sitzen oder Gehen kann durch das Scheuern der Kleidung an den Narben oder auftretende Druckstellen zur Qual werden. Zysten, Abszesse, Infektionen der Blase und Inkontinenz können auftreten. Auch Unfruchtbarkeit gehört zu den möglichen Langzeitfolgen. Der Geschlechtsverkehr wird häufig als schmerzhaft empfunden.

Bei der Geburt eines Kindes kann es zu verstärkten Blutungen und Geweberissen kommen. Die Geburt kann länger dauern als üblich, Kaiserschnitte sind häufig.

Wer ist DFF?

Die Desert Flower Foundation (DFF) ist eine Organisation, die im Rahmen ihres Patenschaftsprogramms Mädchen in Afrika vor FGM (weiblicher Genitalverstümmelung) schützt. Das Projekt Mehr

wurde 2010 von Waris Dirie, einem österreichischen Model somalischer Herkunft, gegründet und startete mit der Rettung des kleinen Mädchens Safa. Es ist das Mädchen, das im biografischen Film „Wüstenblume“, die Bescheidungsszene dar stellt. Safa ist kurze Zeit später im echten Leben selbst vor FGM bedroht. Durch eine Patenschaft kann sie als erstes Mädchen von der DFF vor Beschneidung gerettet werden.

Die Desert Flower Foundation und ihre gesamten Kampagnen, Projekte und Aktivitäten werden durch private Spenden finanziert. Das Team der Desert Flower Foundation setzt sich aus Frauen und Männern zusammen, die sich für  Gleichberechtigung und Menschenrechte engagieren und gemeinsam Waris Diries Ideale teilen: Das Ende von Female Genital Multulation.

Die Schwerpunkte der Desert Flower Foundation sind:

AUFKLÄRUNGSARBEIT

Durch Workshops, Seminare, Konferenzen, Präsentationen, Charity Events, Online Kampagnen etc.

PRÄVENTIONSARBEIT

Durch Projekte, wie „Rette eine kleine Wüstenblume“, das direkt darauf abzielt Mädchen in Afrika vor FGM zu retten.

KURATIVARBEIT

Durch unsere Desert Flower Centers versuchen wir zu helfen und den Opfern von FGM so viel wie möglich von ihrer Lebensqualität und ihrem Selbstvertrauen wiederzugeben.

Der derzeitige Hauptsitz der Desert Flower Foundation befindet sich in Wien, Österreich. Weitere regionale Zentralen befinden sich in Deutschland, der Schweiz, Monaco, Frankreich, Großbritannien, Schweden, Spanien, Holland, Djibouti, Sierra Leone und Polen.  Die offiziellen Sprachen der Organisation sind Englisch, Deutsch, Französisch, Holländisch und Spanisch.

Was können Sie tun?

Rette eine kleine Wüstenblume“ – eine Aktion der Desert Flower Foundation. Mit Ihrer Hilfe können tausende von Mädchen vor der Genitalverstümmelung gerettet werden. Mehr

Und es ist ganz einfach: Unterstützen Unsere Patenschafts-Kampagne 2015: „Rette eine kleine Wüstenblume“! Die Aktion ruft dazu auf, Patenschaften zu übernehmen, denn sie sind der sicherste Weg ein Mädchen direkt vor FGM zu schützen.

Und es gibt noch viel mehr, das sie tun können!

REDEN SIE ÜBER DAS VERBRECHEN.

Erzählen Sie Ihrer Familie, Ihren Freunden, Ihren Kollegen und im Bekanntenkreis, was weibliche Genitalverstümmelung ist – und dass es in auch Europa passiert, unter uns. Um FGM endgültig zu verbannen, ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen darüber Bescheid wissen und diese Praktik ablehnen.

UNTERSTÜTZEN SIE POLITISCH.

Politiker, Interessensgruppen, Hilfsorganisationen, die sich aktiv im Kampf gegen Genitalverstümmelung engagieren, brauchen unsere Unterstützung. Genitalverstümmelung muss in ganz Europa geächtet und verboten sein. Täterinnen und Täter, selbst die verantwortlichen Eltern, müssen für dieses Verbrechen bestraft werden. Das Ziel kann nur auf politscher Ebene erreicht werden. Eine Liste mit möglichen AnsprechpartnerInnen finden Sie unter „Adressen und Links” in der Seitenspalte.

TRAUEN SIE SICH, ALARM ZU SCHLAGEN.

Sie haben den Verdacht, dass ein Mädchen von Genitalverstümmelung bedroht ist? Sie wissen vielleicht von der anstehenden Afrika-Reise eines kleinen Mädchens aus einem der Risiko-Gebiete und ahnen, was dem Kind bevorsteht?

Trauen Sie sich: Wenden Sie sich an die Polizei oder die Staatsanwaltschaft! In den meisten EU-Staaten ist Genitalverstümmelung direkt oder indirekt verboten – die Gesetze kommen nur nicht zur Anwendung, unter anderem weil die Behörden in den wenigsten Fällen von diesen Verbrechen erfahren. Durch die Wachsamkeit und den Mut Einzelner konnten schon viele Mädchen gerettet werden.

UNTERSTÜTZEN SIE DIE DESERT FLOWER FOUNDATION.

Auf der Seite "Rette eine kleine Wüstenblume" finden Sie die Bücher von Waris Dirie, die Sie kaufen können. Mit dem Erlös werden Projekte gegen weibliche Genitalverstümmelung finanziert.